Deutschland 1933-45. NS-Täter erzählen.
ein Projekt von Astrid Endruweit und Susi Claus
für Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene



„Das alles seine Ordnung hat“ befasst sich mit Tätern des NS-Regimes. Das Stück zeigt, wie Pflichtgefühl, Karrierestreben, Gruppendruck und Abstumpfung den Vernichtungsapparat – vom Schreibtisch bis zur Rampe – mit unheimlicher Normalität und bürokratischer Ordnung am Laufen hielten. Im Zentrum steht die Frage, wie „ganz normale“ Menschen zu Rädern in dieser Maschinerie wurden.
Zwei alte Frauen, Mitläuferinnen des Systems, unterhalten sich über ihre begeisterte Jugend, erzählen von Aufmärschen, von jugendlichem „Vorwärtskommen“, vom Wegsehen und radikalen Ausschalten der eigenen Gefühle.
Ein ehemaliger KZ-Aufseher blickt zurück. Wir fragen. Versuchen, zu verstehen, wie aus einem jungen Volksdeutschen ein Mörder, der „Schrecken von Auschwitz“, wurde.

„Das alles seine Ordnung hat“ ist eine dokumentarische Theater-Montage aus Biografien, Tagebüchern, Zeitzeugenberichten, historischen Dokumenten und eigenen, ganz persönlichen Gedanken.

„Eine größere Distanz zum Holocaust als die eines Aliens aus einer fernen Galaxie kann kaum gedacht werden. …die dritte gemeinsame Arbeit der Puppenspielerin Susi Claus und der Performerin Astrid Endruweit. Ihre Stücke, mit denen sie sich mit der Nazizeit befassen – sind so erfolgreich, dass ihnen die Kulturämter der Berliner Bezirke die Fördergelder zu Füßen legen.“
Kathrin Schrader/ Junge Welt
Dauer: 80 Minuten
Konzept und Idee, Dramaturgie und Spiel: Susi Claus und Astrid Endruweit
Puppenbau und künstlerische Mitarbeit: Judith Mähler
gefördert durch das Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Kultur, aus Mitteln des KiA-Programms der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt

