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Rrrrrhh!Rrrrrhh!
Das Porträt einer Frau am Anfang des 21. Jahrhunderts
Livefilmanimationspuppendramamitgesang
Solostück für Erwachsene

SIE, die lustige Susanne, 33 Jahre alt, ist eine von uns. Nicht hässlich, nicht schön. Mit einer Haut aus Stoff. Innerlich zerrissen, im ständigen Abgleich mit sich selbst und der Welt, führt sie einen permanenten Monolog mit sich selbst, hört die immer gleiche Schallplatte der Stimme im Kopf.

"... dit wat eigentlich – wat ick am – woran ick mich jetzt momentan – aus meinem momentanen Leben am meisten erinnere – is immer über die Situation – daß ick – mich beim Denken wieder erwische – weil man merkts ja nich, daß man die ganze Zeit schon wieder son Scheiß überlegt – dann fällts mir auf – also und dann dieser Zensor oder wie man’s nun sagt: Hör uff, dir darüber Gedanken zu machen – also dit is jetzt eigentlich der – dit is die Stimme des Zensors, die am häufigsten in mir ist, daß er oder sie sagt: Wat denkst du denn schon wieder über son Mist nach!"

Ausgangsmaterial der Inszenierung waren gegenseitige Interviews der drei Berliner Künstlerinnen. Dabei heraus gekommen sind Geschichtchen des Alltags, Kindheitserinnerungen und Sehnsüchte, wie sie jeder von uns mit sich herum schleppt, scheinbare Banalitäten, über die zu sprechen man sich schämt, weil alles abgedroschen klingt, die jedoch doch absolut existentiell sind. Ganz subjektiv. Und weil Susanne nun alles auf einmal erzählen will, springt sie in Gedanken. Das Stück bleibt fragmentarisch.

Auch diese Premiere im Rundkino überzeugte wieder einmal, wie interessant Puppentheater für Erwachsene sein kann und welche Möglichkeiten im Medium Puppe stecken. (Dresdner Neue Nachrichten)


Koproduktion Puppentheater Dresden / Theater Junge Generation und C&K Produktionen, Berlin
Regie: Astrid Endruweit
Animation / Videokunst: Stephanie Keitz



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