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Es begab sich aber zu der ZeitAnstellung als Puppenspielerin am Puppentheater Dresden – Theater Junge Generation
Es begab sich aber zu der Zeit – Eine Weihnachtsgeschichte
gespielt in einer Theatrum-mundi-Maschine
nach Texten des Neuen Testament und apokryphen Texten
Ein rekonstruierte, mittelalterlichen Theatermaschine über 200 mechanisches Figuren und 4 Puppenspieler – das historische Theatrum Mundi oder "Das mechanische Welttheater" – begleiten Sie uns durch die Wüste von Palästina, an den Hof des Herodes und treffen Sie auf die drei Weisen aus dem Morgenland an der Krippe des Christkindes.

Theatrum mundi – Welttheater – oder wie es sein Erfinder Johann Samuel Brede zu Beginn des 18. Jahrhunderts etwas poetischer formulierte: "Der Schauplatz der Welt" – ist eine barocke Theaterform, die die Menschen bis heute fasziniert. Man erblickt ferne Landschaften und weit zurückliegende Ereignisse auf der Bühne, die von kleinen Figuren aus Pappe, Holz und Blech belebt werden. Diese Figuren werden auf Förderbändern über die Bühne geschoben und entwickeln durch sinnreiche Mechanismen ein Eigenleben.

Im 18. und 19. Jahrhundert zogen Schausteller, Theaterdirektoren und Puppenspieler mit diesen "Weltmaschinen" umher, zeigten darin exotische Schauplätze, Naturkatastrophen wie Seestürme und Vulkanausbrüche und auch Zeitgeschehnisse. Neben Volksfesten und Trachtenumzügen waren dies vor allem die Schlachten der Weltgeschichte: Jena 1806, Moskau 1812 und Sedan 1870. Mit der Einführung des Kinos verschwanden die Welttheater um 1900 von den Jahrmärkten. Nur die Puppenspieler blieben dieser Theaterform verbunden. 1952 zeigte Heinrich Apel in Dresden vermutlich als letzter seiner Zunft nochmals eine Theatrum-mundi-Szene. Die Überreste der Theaterherrlichkeit wanderten in die Museen.

In den letzten 15 Jahren erlebte das Theatrum mundi eine Renaissance. Puppenspieler waren von den verblüffenden Möglichkeiten fasziniert und integrierten Theatrum-mundi-Figuren in ihre Inszenierungen, so geschehen in Neubrandenburg, Dresden und Erfurt.

Die Puppentheatersammlung zeigt in den Technischen Sammlungen eines seiner wertvollsten Stücke: ein Theatrum mundi aus den 1890er Jahren mit dem schönen Titel "Seesturm im Golf von Malakka". Außerdem sind zahlreiche Figuren und Kulissen zu sehen, die Einblick geben in das Puppenspielerhandwerk der Vergangenheit. Das Puppentheater spielt in einem neueren Theatrum mundi die Geschichte aller Geschichten – die Weihnachtsgeschichte. Bevor das Licht für die Vorstellungen ausgeht, zeigen die Museumspädagogen, wie die Puppenspieler früher mit ihren Marionettenbühnen und Figurentheatern ihr Publikum erfreuten.


Eine Koproduktion des Puppentheaters Dresden – Theater Junge Generation, der Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen und der Technischen Sammlungen Dresden
Ausstattung: Joachim Damm (Leihgabe Kammertheater Neubrandenburg)
Spiel: Susanne Claus / Lorenz Seib / Dirk Neumann / Hanno Wukasch / Holger Köhler


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